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FRANKA
FAISST

Wie fühlt es sich an, wenn der eigene Körper sich selbst bekämpft?

SCHWESTERKRANKHEIT st ein Versuch, die unsichtbaren Lebensrealitäten autoimmun-erkrankter Menschen für Nichtbetroffene sichtbar zu machen. Denn wie können wir versuchen, etwas nachzuempfinden, das wir nicht einmal sehen können?
Stand 2024 ist jede 12. gesetzlich-versicherte Person autoimmunerkrankt. 80 Prozent davon sind weiblich*. Dabei legen Studien nahe, dass Betroffene weder repräsentiert, noch in ihren Anliegen gehört werden. Dies sind jedoch Grundvoraussetzungen, um die richtige (medizinische) Versorgung, zu gewährleisten.
Das Projekt entwickelte sich, in Beratung mit der deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bayern e.V, weg von einem ursprünglich geplanten Buchprojekt. Mit Hilfe der Perspektive von Betroffenen und Beratenden der DMSG entwickelte sich die Idee der Installation. Für Repräsentation und Aufmerksamkeit einer unsichtbaren Gruppe, mit unsichtbaren Erkrankungen. Die Lebensrealitäten Betroffener sollten zu einem nachfühlbaren, körperlichen Erlebnis werden, das Nicht-Betroffene für das Thema empfänglicher macht und für mehr Empathie sorgt.
Dabei schlüpfen die Betrachter:innen in die Rolle des körpereigenen Erregers und erfahren Schritt für Schritt, an ihrem eigenen Spiegelbild, die Abläufe bestimmter Zellen des Immunsystems.
Zukunftsweisend ist eine Ausstellung in Nürnberg in Zusammenarbeit mit der DMSG Mittelfranken geplant.

Illustration
CGO
Grafikdesign