KARACHO UND DESIGN
das klingt nach Geschwindigkeit, nach Chaos, nach mutigen Entscheidungen im letzten Moment. Wer am Ende eines Designstudiums steht, weiß: Gestaltung ist kein linearer Prozess. Sie ist geprägt von intensiven Phasen, hohem Tempo, unerwarteten Wendungen – und vom unermüdlichen Antrieb, eine eigene gestalterische Haltung zu entwickeln. Es geht darum, dem Karacho – dem Tempo, der Wucht, manchmal auch der Überforderung – mit kreativen Mitteln zu begegnen. Und es geht ebenso darum, diese Dynamik zuzulassen, auszuhalten und gestalterisch produktiv zu machen. Die hier präsentierten Abschlussarbeiten zeigen die Vielfalt, Tiefe und Qualität, mit der sich unsere Absolvent*innen aktuellen gesellschaftlichen, technologischen und kulturellen Fragestellungen stellen – und ihre eigenen, kreativen Antworten formulieren. Diese Fähigkeit haben sie in den ersten Gestaltungsschwerpunkten der Fakultät Design erprobt, geschult und geschärft. Drei dieser Module wurden vertieft und mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Ergänzt wurde ihr Studium durch eine große Bandbreite fachwissenschaftlicher Wahlpflichtfächer sowie durch praktische Erfahrungen in Workshops, auf Exkursionen und in der täglichen Arbeit in unseren Ateliers, Studios und Laboren. Dabei ist viel entstanden: Aus Worten wurden Erzählungen. Aus schnellen Skizzen bilderreiche Geschichten. Erste Ideen entwickelten sich zu komplexen Konzepten, Treatment-Skizzen zu vollständigen Filmen. Unsere Absolvent*innen übersetzen 2D in 3D, machen komplexe Inhalte verständlich – und verwandeln Informationsgrafiken in poetische Plakate. Mit diesem Katalog erhalten Sie einen Einblick in Abschlussarbeiten, die nicht nur das Studium abschließen, sondern neue gestalterische Perspektiven eröffnen – mit Kreativität, Haltung, und manchmal eben auch: mit gestalterischem Karacho. Unser herzlicher Dank gilt allen Absolvent:in- nen für ihr Engagement, ihre Ausdauer und die intensive Auseinandersetzung mit ihren Themen. Ebenso danken wir den betreuenden Professor:innen, Lehrenden und Mitarbeitenden, die diesen Weg fachlich wie menschlich begleitet und unterstützt haben. Wir laden Sie ein, in diese Welt einzutauchen. Ohne Sicherheitsgurt – aber mit offenen Sinnen.
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